Meine Zeit ist jetzt...ein Jahr in Costa Rica

 
19August
2014

Zurück in der Heimat

Nach 20 stündiger Reise bin ich nun endlich in Deutschland angekommen und vermisse Costa Rica. 

Somit beende ich jetzt meinen Blog. Ich hoffe, er hat euch gefallen. Danke fürs Lesen und Schauen! 

Eure Luisa

 

16August
2014

Hasta pronto Costa Rica!

Ich sitze gerade neben meinen gepackten Koffern, mein Zimmer ist bereits  sauber gemacht und meine Gasteltern sind gerade zum Supermarkt gefahren und für das Abschiedsessen einzukaufen…

Ich kann mich noch gut an den Tag erinnern, ziemlich genau vor einem Jahr, an dem ich hier in diesem Land, in dieser Stadt, in diesem Haus angekommen bin und alles fremd für mich war: meine Familie, die Sprache, das Stadtleben und die Mentalität der Menschen.

Bei dem Versuch ein ganzes Jahr meines Lebens in einen Koffer zu stecken, bin ich auf einige Zettel und Schmierereien gestoßen, die ich wohl ziemlich am Anfang geschrieben habe und ich in Bezug auf dieses Land wohl noch sehr anders gefühlt habe.

Inzwischen nenne ich Costa Rica und besonders San José meine zweite Heimat. Während ich von der Stadt am Anfang ziemlich geschockt war, habe ich sie und ihren versteckten Charme inzwischen kennen und lieben gelernt…Musik in den Straßen, schreiende Verkäufer, volle Straßen, Obst und Gemüse an jeder Ecke, luftig gekleidete Ticas, der Geruch nach pollo frito (obwohl ich das wohl wirklich nie mögen werde!), einen Batido trinken im Park, Busse, Taxen, Autos…

Ich bin auf einen Spruch von Theodor Fontane gestoßen,  der bei mir wirklich zugetroffen hat:

 „Wer reisen will, muss zunächst Liebe zu Land und Leute mitbringen, zumindest keine Voreingenommenheit. Er muss guten Willen haben, das Gute zu finden anstatt es durch Vergleiche tot zu machen.“

Dieses Jahr war einfach das abwechslungsreichste, besonderste, spannendste und vielleicht auch schwierigste Jahr meines Lebens bis jetzt: ich habe die schönsten Orte gesehen, bin Wasserfälle runtergesprungen, habe Vulkane bestiegen, viele neue Menschen und Freunde kennen gelernt  eine fremde Sprache und Kultur kennen gelernt, bin mit Walen um die Wette geschwommen, habe Natur Paradise gesehen und mir von Affen fast mein Mittagessen klauen lassen, bin an meine Grenzen gestoßen, und habe mich ausrauben lassen, ich bin durch Regenwälder gewandert, habe tropische Früchte gegessen,  nicht selten fast im Regen untergegangen, habe drei Länder kennen gelernt, bin über das Meer geflogen  und habe viel viel Neues ausprobiert. Zusätzlich zu dem habe ich glaube ich mich selbst besser kennen gelernt und mich bestimmt auch verändert. „Der kürzeste Weg zu sich führ um die Welt herum! Sagte Hermann Keyserling und dem stimme ich voll zu.

Nun ist es Zeit Abschied zu nehmen von meinem „anderen Leben“ in Costa Rica, von Freunden und meiner Familie, von der Stadt  und von Costa Rica.

Aber es ist kein Abschied für immer, ich komme wieder!

„Die beiden Schönsten Dinge sind die Heimat aus der wir stammen, und die Heimat, nach der wir wandern“ (Heinrich Jung-Stilling)

 

16August
2014

Kultur in San José

Das Gold Museum:

 

Und das erneuerte Jade Museum:

UNd das Nationltheater, wo wir die Oper Nabucco angeschaut haben.

16August
2014

Der Abschied im Projekt

Vor einer Woche musste ich mich bei meinen Kindern und Kollegen im Projekt verabschieden. Diese KInder haben mir eine Menge gegeben und beigebracht. Während ich am Anfang wirklich nur aus Verpflichtung zur Arbeit gegengen bin, bedeuten mir die Kinder inzwischen wirklich sehr viel und ich habe jeden Tag mit ihnen genossen. Ich würde gerne sehen, was aus ihnen in ein paar Jahren so wird.  Leider weiß ich, dass es viele von ihnen sehr schwer haben werden und einige wahrscheinlich das Leben ihrer Eltern weiterführen werden, was ihnen wirklich nicht zu wünschen ist. Aber ich hoffe das beste für sie und wünsche ihnen ganz viel Glück auf ihrem Weg und hoffe, dass sie es aus der Armut herausschaffen und zu etwas Großem bringen. Leider wurde eines meiner Lieblingskinder und seine 7 Geschwister in meiner letzten Arbeitswoche vom Jugendamt seiner Mutter entzogen und in ein KInderheim mitgenommen. Wahscheinlich hat er es dort besser, aber trotzdem konnte ich mich deshalb nicht mehr von ihm verabschieden. :(  In der letzten Woche habe ich noch eine Wand in dem neuen Haus angemalt und bin somit bis zum Abend geblieben. Als sie in einem "Zug" an mir vorbeigelaufen sind und "no te vayas Luisa!" ( geh nicht)  und "queremos a Luisa, queremos a Luisa" (wir mögen Luisa, wir mögen Luisa") gerufen haben, wäre ich wilklich am liebsten einfach da geblieben und als mich eines der Mädchen an meinem letzten Tag gefragt hat,  ob ich jetzt gleich den Bus nach Deutschland nehme, wurde mir erst richtig klar, dass die Kinder eines der wichtigsten Teile meines Jahres in Costa Rica für mich waren. Ich werde sie sehr vermissen mi chiquitos!

Meine chiquitos 

Auch der Abschied von meinen lieben Arbeitskolleginnen, die wie Freundinnen für mich geworden sind, viel schwer. 

Und auch vom Padre Sergio, der die Institution gegründet hat, habe ich mich natürlich verabschiedet. 

Ich wünsche der Organisation und meinen kindern alles alles Gute :)

30Juli
2014

La Anexion del Partido de Nicoya

Am 25.Juli wird in Costa Rica jedes Jahr die Beifuegung von Nicoya, die im Jahr 1824 stattfand, gefeiert. 

Dieser noerdliche Teil des Landes war frueher Teil von Nicaragua, wurde dann aber auf Bitte der Bevoelkerung Costa Rica zugefuegt. Das sagen zumindest die Ticos. Die Nicaraguaner sagen, Nicoya waere ein Teil ihres Landes gewesen, was Costa Rica ihnen entrissen habe. So kommt es immer wieder zu Streitereien zwischen Tico und Nicaraguenses. 

Wie dem auch sei, gefeiert wird die Vereinigung in Costa Rica mit traditionellen Taenzen und Essen aus Nicoya:

Das sind die traditionellen Kleider der Frauen.

 

 Hier wird schon mal der Tanz geuebt.

Auch die ganz Kleinen sind dabei.

Und dann die grosse Auffuehrung.

Und zur Belohnung gibt es Gallo Pinto.

29Juli
2014

(Fast) über den Wolken

Das vergangene Wochenende habe ich mit  Freunden in Puntarenas bei einem Freund verbracht, der direkt am Strand lebt. Hier habe ich meine Geburtstagsgeschenk eingeköst: ein Paraglide Flug. 

UNd es war wirklich ein entspannter und schöner Flug 

 

23Juli
2014

Mein Abschlussseminar....Traenen des Lachens und des Weinens

Letztes Wochenende habe ich nach langer Zeit alle Freiwilligen wiedergetroffen. Der Anlass war zwar eigentlich schon traurig, aber trotzdem hatten wir natürlich jede Menge Spaß: unser Abschlussseminar. Dieses Seminar fand nach langem Betteln und Rumnörgeln nun endlich wie in den letzten Jahrgängen wieder in einer Finca nahe der Pazifikküste statt. Unter den 96 Freiwilligen waren zum einen wir, die alten Hasen, die nun schon über 11 Monate in Costa Rica verbracht haben und für die es bald schon wieder zurück geht (ich will gar nicht daran denken), die glücklichen Freiwilligen , die noch 6 Monate vor sich haben und es somit Zeit fürs Zwischenseminar wurde, und die noch glücklicheren aber bestimmt auch ziemlich aufgeregten Ticos, die nun für ein Jahr ihre Heimat verlassen und in anderen Ländern ihre Erfahrungen machen werden.


Das Programm bestand aus Reflexionseinheiten, bei denen sich am Schluss alle weinend in den Armen lagen aber auch sehr lustigen Projekten, wie die Vorbereitung von abendlichen Shows. An einem Abend haben die Ticos für uns andere Freiwillige eine Art Spieleshow vorbereitet, die aus Salsatanzen auf Zeitungen, Ananaswettessen, Slangdialogen und anderen lustigen Spielen bestand. Am anderen Abend haben wir internationalen Freiwilligen Rollenspiele für die Ticos vorbereitet, die in unserer eigenen Sprache stattfanden und typische vielleicht für sie anfangs verwirrende Situationen aus unserm Land darstellten. Die nichtsahnenden Ticos wurden dabei mit einbezogen und fanden sich beim ersten Spätzleessen in der neuen Familie, beim Aufsammeln der unerlaubt hinterlassenen Exkremente des Gasthundes und in anderen Situationen wieder.


Natürlich hatten wir auch Freizeit um uns im Pool abzukühlen oder Briefe an andere Freiwillige zu schreiben.


Am letzten Tag durfte das Fußballspiel nicht verpasst werden!

Natürlich hatten wir viel Spaß zusammen, auf der anderen Seite mussten wir uns aber auch schon von einigen Freiwilligen verabschieden und uns langsam auch auf unseren Abschied vorbereiten.

 

Mit unserem Koordinator Vinicio.

23Juli
2014

Casa Kinder

Meine Gruppe ist vor kurzer Zeit in ihr eigenes Haus umgezogen: „Casa Kinder“. In dem relativ geräumigen Wohnhaus haben vorher einige Jugendliche aus dem Heim gewohnt, die allerdings umziehen mussten, da sie es nicht sauber gehalten haben. Aus diesem Grund ist das Haus nun zu Casa Kinder geworden. Die ersten Tage haben wir mit Aufräumen, Putzen und Möbelherumschieben verbracht. Der Verursacher des anfänglichen Gestanks, der mich einen kompletten Tag vom Essen abgehalten hat, eine tote Maus, wurde nun auch beseitigt und inzwischen fühlen wir uns alle wohl in dem Haus. 

Bei der Arbeit...die Nummern von 1 bis 10

Zum Versteckenspielen eignet sich das neue Haus auch.

und endlich koennen die Kinder auch in dem kleinen Hof spielen, der allerdings noch ein .Verschoenerungspotenzial hat

 

    

Hier ging es zu einem Park in Cristo Rey.

 Die ersten Kinder treffe ich schon morgens im Bus.

 

07Juli
2014

Die Gewinner der Herzen

Man kann sagen, dass San José und wahrscheinlich ganz Costa Rica in den letzten Wochen im Ausnahmezustand war. Die anfangs unmöglich erschienenen Siege gegen Uruguay, Italien, England und Griechenland derf WM haben das ganze Land zum Feiern gebracht und die Aufmerksamkein der ganzen Welt auf sich gezogen. 

Gegen Holland konnte sich die Nationalmannschaft dann leider nicht schlagen...

...trotzdem wurde sie und natürlich besonders der Torwart Keylor Navas gefeiert, wie auch nach den letzten Spielen; die Straßen vor der Mall San Pedro gesperrt und Bühnen aufgebaut auf denen die Lieder der Mannschaft gespielt werden...natürlich grölen alle mit!

 Si se puede!!

 

 

 

05Juli
2014

Fast wie in Ägypten

Im Moment haben die KInder und Lehrerinnen Schulferien, die Guarderia läuft aber natürlich trotzdem weiter. 

Da die Lehrerin jetzt ja im Moment keinen Unterricht gibt, sind andere Beschäftigungen angesagt. Hier "baue" ich mit den Kindern Pyramiden:

und einer mehr...

Mit den beiden grinsendern Zwillingen 

UNd schließlich noch mit allen!

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